Aufwandsrückstellung

Eine Aufwandsrückstellung ist ein Passivposten zur bilanziellen Vorwegnahme künftiger Aufwendungen. Hierbei fehlt es einer passivierungsfähigen Verpflichtung gegenüber einem Dritten. Wurde eine Instandhaltung unterlassen und wird diese innerhalb der nächsten 3 Monate nach dem Bilanzstichtag nachgeholt, muss eine Instandhaltungsrückstellung (=Aufwandsrückstellung) gebildet werden (§ 249 Abs. 1 Nr. 1 HGB). Gleiches gilt für eine unterlassene Abraumbeseitigung bei einer Nachholung innerhalb des folgenden Geschäftsjahrs. Für Gewährleistungen, die ohne eine rechtliche Verpflichtung erbracht werden, führen nicht zu einer Aufwandsrückstellung, sonder zu einer Verbindlichkeitsrückstellung (§ 249 Abs. 1 Nr. 2 HGB).


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