Niederstwertprinzip

Das Niederstwertprinzip gem. § 253 HGB resultiert aus dem Vorsichtsprinzip und besagt, dass im Umlaufvermögen Gegenstände immer mit dem niedrigsten Wert anzusetzen sind. Im Gegensatz zum Anlagevermögen existiert also keine Möglichkeit im Falle einer vorübergehenden Wertminderung einen höheren Wert beizubehalten (gemildertes Niederstwertprinzip). Steigt der Wert von abnutzbaren Gegenständen des Anlagevermögens, ist eine Zuschreibung vorzunehmen. Der angesetzte Wert darf jedoch nie die Anschaffungs- und Herstellungskosten überschreiten (§ 253 Abs. 1 HGB). Für Zwecke der Steuerbilanz ist zu beachten, dass vorübergehende Wertminderungen nach § 6 Abs. 1 Nr. 2 EStG nicht berücksichtigt werden dürfen. Liegt hingegen eine dauerhafte Wertminderung vor, besteht ein Wahlrecht gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 und Nr. 2 Satz 2 EStG ("kann") eine Abschreibung auch für steuerbilanzielle Zwecke durchzuführen.


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